"Im Kontext der Erneuerung zu sehen"

Druck- und Pressehaus Naumann: Insolvenz in Eigenverwaltung

Die Geschäftsführer und Gesellschafter des Druck- und Pressehauses Naumann, Oliver Naumann (re.) und Jochen Grossmann.
Die Geschäftsführer und Gesellschafter des Druck- und Pressehauses Naumann, Oliver Naumann (re.) und Jochen Grossmann.(Bild: GNZ)

Die Geschäftsführer und Gesellschafter des Druck- und Pressehauses Naumann in Gelnhausen (Hessen), Oliver Naumann und Jochen Grossmann, haben für Gesellschaften der Gruppe Insolvenzanträge in Eigenverwaltung gestellt.


In einer Veröffentlichung auf der Website des Unternehmens schreiben sie unter anderem: „Die unternehmerische Regie mit der alleinigen Entscheidungsgewalt bleibt dabei vollständig im Unternehmen. Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Sie ist aber in einem Kontext der Erneuerung zu sehen. Wir wollen und müssen das Geschäft neu ordnen, Leistungen ausbauen, neue Mitarbeiter gewinnen, als Arbeitgeber noch attraktiver werden und als regionales Medium die Heimat unserer Leser bleiben.“

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Das Druck- und Pressehaus Naumann gibt die täglich erscheinende Gelnhäuser Neue Zeitung sowie die Wochenzeitung Mittelhessen-Bote am Wochenende heraus. Online präsentiert das Unternehmen alle Produkte als ePaper und veröffentlicht auf den Nachrichtenportalen gnz.de und kinzig.news. Das Verbreitungsgebiet der Tageszeitung umfasst den Main-Kinzig-Kreis, das der Wochenzeitung die Landkreise Main-Kinzig und Wetterau sowie Teile des Landkreises Fulda. Alle Titel werden auf der hauseigenen Zeitungsrotation gedruckt und von Gelnhausen aus verteilt. Außerdem gibt das Unternehmen die Gießener Zeitung, Deutschlands erste Mitmach-Zeitung, im Landkreis Gießen heraus.

Naumann verfügt nach eigenen Angaben über eine der größten Prospekteinlegemaschinen Deutschlands und seit Sommer 2017 über eine der modernsten Zeitungsdruckanlagen auf dem Markt. In Gelnhausen werden darauf auch weitere Zeitungen, Publikationen und Beilagen von Fremdverlagen und Firmenkunden gedruckt. Das Unternehmen beschäftigt am Verlagsstandort rund 200 festangestellte Mitarbeiter sowie etwa 2.000 freie Mitarbeiter und Zeitungszusteller im gesamten Verbreitungsgebiet und durchschnittlich 10 Auszubildende.

Trotz der Insolvenz würden die gewohnten Leistungen vollumfänglich weiter gehen „und sogar noch weiter ausgebaut“, heißt es aus dem Unternehmen. Man wolle auch weiterhin noch neue Mitarbeiter und Auszubildende einstellen.