Koenig & Bauer arbeitet weiter an Verbesserung der Profitabilität
von Redaktion,
Sondereinflüsse aus dem "Spotlight"-Programm und der Drupa belasteten das Konzern-EBIT im Jahr 2024, legten jedoch nach Aussage von Koenig & Baur "gleichzeitig das Fundament für zukünftiges Wachstum".(Bild: Koenig & Bauer AG)
Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer AG (Würzburg) hat mit einem starken vierten Quartal seine definierten Teilziele für das Geschäftsjahr 2024 erreicht. Das Unternehmen verzeichnete einen Anstieg des operativen EBIT auf 46,5 Mio. Euro im Vergleich zu 32,0 Mio. Euro im Vorjahr und erzielte einen deutlich positiven Free Cashflow.
Anzeige
Das Erreichen eines positiven Gesamtcashflows für das Jahr stellt Koenig & Bauer als besonders bemerkenswert heraus, da die ersten neun Monate des Jahres mit -35,8 Mio. Euro im negativen Bereich lagen. Der Umsatz des Unternehmens für das Gesamtjahr belief sich auf 1,274 Mrd. Euro, rund vier Prozent unter Vorjahr (1,327 Mrd. Euro). Das bereinigte operative EBIT, exklusive der Sondereinflüsse für das Fokusprogramm „Spotlight“ und die Kosten für die Drupa-Messe, liegt bei 25,8 Mio. Euro. Eine starke Auftragslage führte zu einem Rekord-Auftragsbestand zum Jahresende in Höhe von 1,04 Mrd. Euro.
Ergebnisse der einzelnen Sparten
Segment Sheetfed: Der Auftragseingang stieg im Jahr 2024 um 20,8 % auf 732,5 Mio. Euro, was zu einem Umsatz von 734,8 Mio. Euro führte. Das Segment erzielte ein operatives EBIT von 24,3 Mio. Euro.
Segment Digital & Webfed: Im Segment Digital & Webfed blieb der Auftragseingang mit 160,6 Mio. Euro um 10,7 % unter dem Vorjahreswert. Der Umsatz verringerte sich um 8,4 % auf 157,8 Mio. Euro, was vor allem auf eine außergewöhnlich hohe Umsatzspitze im vierten Quartal des Vorjahres zurückzuführen sei. Das operative EBIT lag bei -25,5 Mio. Euro.
Segment Special: Das Segment Special konnte den Auftragseingang um 0,6 % auf 541,9 Mio. Euro steigern. Der Umsatz verringerte sich leicht um 2,0 % auf 405,6 Mio. Euro, wobei der Auftragsbestand um 35,5 % auf 513,0 Mio. Euro wuchs. Das Segment erzielte ein operatives EBIT von 10,7 Mio. Euro.
„Spotlight“-Programm und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung
Das Unternehmen setzt im Rahmen seines „Spotlight“-Programms auf Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität. Sondereinflüsse aus dem Programm und der Drupa belasteten das Konzern-EBIT im Jahr 2024, legten jedoch nach Aussage von Koenig & Baur “gleichzeitig das Fundament für zukünftiges Wachstum”. So wurden im Jahr 2024 Kosten in Höhe von 50,4 Mio. Euro für „Spotlight“-Maßnahmen verbucht, die insbesondere Projekte zur Effizienzsteigerung in den Bereichen Banknotendruck und Digital & Webfed umfassen. Weitere Maßnahmen zur Straffung der Holdingstrukturen und Optimierung der Produktionsprozesse würden in den kommenden Monaten fortgeführt.
Ausblick 2025: Höhere Profitabilität erwartet
Für 2025 erwartet Koenig & Bauer eine Steigerung der Profitabilität bei leicht steigendem Umsatz. Das Unternehmen plant einen Umsatz von etwa 1,3 Mrd. Euro und ein operatives EBIT in einem Korridor von 35 bis 50 Mio. Euro.